Unsere Politik

In den letzten Jahren haben sich neue Situationen für Oberfranken durch politische, wirtschaftliche sowie auch demographische Veränderungen ergeben. Die Nähe zu Tschechien beinhaltet große Chancen. Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen konkrete Handlungsfelder benannt und angepackt werden. Die entscheidenden Punkte für eine positive Entwicklung aus Sicht der jungen Generation stellen die Infrastruktur und die Bildung dar. Daten und Personen müssen heute ohne große Probleme schnell von einem Ort zum anderen kommen. Bildung, Ausbildung und hochqualifizierte Weiterbildungsangebote in ganz Oberfranken sind der Schlüssel für die positive Weiterentwicklung der Region.
Junge Leute, die nach der Schule Oberfranken verlassen, tun dies meist, weil es zu wenige Arbeitsplätze gibt. Rückkehrer sind aus demselben Grund nur bedingt zu erwarten. Ohne Zuwachs an Arbeitsplätzen wird etwa in den Landkreisen Hof, Wunsiedel und Kronach keine Besserung zu erwarten sein.

Die Junge Union will darüber hinaus faire Wettbewerbsbedingungen für die oberfränkische Wirtschaft. Es dürfen keine weiteren Arbeitsplätze aufgrund des immer noch bestehenden Fördergefälles zu Thüringen und Sachsen sowie dem Osteuropäischen Ausland verlagert werden. Auch die oberfränkischen Kommunen, die mehr als andere Regionen in Bayern, den demographischen Wandel gestalten, brauchen Unterstützung. Weitere interkommunale Zusammenarbeit auf halten wir für dringend erforderlich. Zusammenarbeit darf sich aber nicht nur auf Verwaltungsgemeinschaften beschränken. Gemeinsame Schulen, Krankenhäuser, Gewerbegebiete oder kommunale Betriebe über mehrere Kommunen hinweg sind die einzige Zukunftssicherung für den ländlichen Raum.

Auch Oberfranken wurde von der Wirtschaftskrise getroffen. Trotzdem sind, vor allem auf Grund der mittelständischen Prägung unserer Wirtschaft, die Unternehmen in Oberfranken vergleichsweise gut durch die Krise gekommen und haben nun die Möglichkeit, sogar gestärkt daraus hervor zu gehen. Dafür müssen wir die politischen Möglichkeiten schaffen. Das heißt für die Junge Union auch, dass auf allen staatlichen Ebenen weiter gespart werden muss. Deutschland und Bayern haben kein Einnahme-, sondern ein Ausgabenproblem, das gilt vor allem für den sozialen Bereich. Der deutsche und der europäische Schuldenberg sind eine schwere Hypothek für die junge Generation in ganz Deutschland. Deshalb ist unser wichtigstes Ziel, dass ab 2015 ausgeglichene Haushalte vorliegen müssen.

Die Junge Union Oberfranken stellt mit der „Selber Resolution“ keinen Wunschkatalog vor, sondern hat die Ideen und Maßnahmen, die sie für die Zukunftsfähigkeit der Region für wesentlich hält zusammen gestellt.

Aus Sicht der Jungen Union ist es notwendig, dass sich Oberfranken wieder auf seine bisherige und künftige Stärken Oberfrankens als „Drehscheibe im Herzen Europas“ besinnt.
Dabei dürfen wir in Oberfranken uns nicht von Hilfe von der EU, Bund oder Land abhängig machen. Wenn Hilfe verfügbar ist sollten wir sie nutzen – doch den größten Hebel für unser Schicksal halten wir immer selbst in unseren Händen. Wenn wir proaktiv nach neuen Wegen und Lösungen suchen, und die Zeit die heute zuweilen mit Jammern auf hohem Niveau verbracht wird zur Lösung unserer Probleme einsetzen wäre viel gewonnen. Die Wirtschaftskrise hat wieder einmal bewiesen, dass wir in Oberfranken mehr können und zu mehr in der Lage sind, als wir bisher selber erkennen. Vielen Unternehmen ist es trotz sinkender Umsätze gelungen ihren Marktanteil zu erhöhen und sich so in eine günstige Ausgangslage für die Zeit nach der Krise zu bringen. Dabei sind Bildung und hochwertige Arbeitsplätze der Schlüssel für die Kernprobleme der von Bevölkerungsrückgang gezeichneten Gegenden in Oberfranken – wenn hier keine Lösung gefunden wird, kann die Abwanderung nicht gestoppt oder gar umgekehrt werden. Der Fokus muss auf diesem Problem, das viele Folgeprobleme mit sich bringt, liegen.

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