Infrastruktur weiterentwickeln

Für die Regierungsbezirke an der Grenze zu Thüringen, Sachsen und Tschechien muss der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur Vorrang haben. Deutschland ist Weltmarktführer und Kompetenzweltmeister im Bereich Logistik. Oberfranken ist die Logistikdrehscheibe in die neuen Märkte nach Osteuropa. Wir brauchen diese Arbeitsplätze und wenn möglich Neuansiedlungen von Betrieben bei uns. Dazu ist die einfache Verknüpfung der Verkehrsträger von oberster Bedeutung (Straße-Wasser-Schiene-Luft).
Gerade in der Weltwirtschaftskrise hat sich die Wirtschaft in Oberfranken als sehr robust erwiesen. Diese Chance als ein Gewinner aus der Krise zu gehen muss die Politik mit dem notwendigen Ausbau der Infrastruktur zusätzlich unterstützen.
Für die künftige Entwicklung ganz Oberfrankens müssten aus Sicht der Jungen Union folgende Punkte umgesetzt werden:
- Der vierstreifige Ausbau der B173 von Lichtenfels bis Kronach: Die Anbindung des nördlichen Landkreises Kronach sollte zudem über einen gut ausgebauten Autobahnzubringer ermöglicht werden. Außerdem eine zügige Umsetzung des Ausbaus der Kreisstraße CO13 als Umgehung und Anbindung an die A73 in Ebersdorf bei Coburg.

– Der sechsspurige Ausbau der A73 von Bamberg nach Nürnberg. Gerade für Pendler, die in Oberfranken leben und im Ballungsgebiet um Nürnberg arbeiten ist diese Strecke ein wichtiger Faktor.

– Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur nach Osten, dazu gehören: Der schnellstmöglichste Ausbau der B 303 zwischen dem Grenzübergang Schirnding und dem Autobahnkreuz Bayreuth/Kulmbach in der Verkehrsachse Prag-Paris. Des Weiteren die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecken Nürnberg-Marktredwitz-Prag und Bamberg-Hof sowie die langfristige Erhaltung der Bahnlinie Selb-Hof. Hof-Regensburg.

-Kanalschifffahrt: Seit Jahren verkehren Kreuzfahrtschiffe auf dem Kanal durch Bamberg. Es wäre sinnvoll, wenn man auch in Bamberg prinzipiell ein- bzw. aussteigen könnte, da gerade durch die Verbindung mit den Donauländern dies beidseitig den Tourismus fördern könnte.

- Nach dem Anschluss der Region Bamberg an den VGN dürfen die Bürger und Kommunen nicht nur durch höhere Fahrpreise und Ausgleichszahlungen belastet werden. Im Gegenzug müssen der Landkreis und die Stadt Bamberg an die S-Bahn angeschlossen werden. Entsprechende Ausbauschritte sind zeitnah umzusetzen und die Taktung der Verbindung Bamberg-Nürnberg entsprechend den Pendlerströmen anzupassen. Der Anschluss an den VGN muss sich auch infrastrukturell für die Fahrgäste auszahlen! Dies gilt auch für die Anbindung des Freizeitangebots der Metropolregion (Kino, Basketball, klassische Musik in Bamberg oder Fußball in Nürnberg). So sind die unbefriedigten Fahrzeiten auf der Linie Bamberg – Ebern an Wochenenden und Feiertagen zu verbessern. Ziel muss es sein, den Zug als preisgünstiges Verkehrsmittel zu etablieren. Weiterhin ist zu prüfen, ob bei einem erfolgten Ausbau der Bedarf für zusätzliche Pendlerparkplätze entlang der S-Bahnstrecke besteht.

– Wir fordern auch die Erweiterung des VGN auch auf weitere Landkreise Oberfrankens. Gerade mit der Abschaffung des ICE Halts in Lichtenfels drohen die Landkreise Lichtenfels und Kronach ins verkehrstechnische Hintertreffen zu geraten.

– Anbindung Bambergs an EN-Linien (EuroNight): Viele Touristen und Geschäftsreisende nutzen die EN-Verbindungen der Bahn. Die Verbindung Berlin-Budapest verläuft über Bamberg; die Züge halten jedoch nur in Saalfeld und Nürnberg. Mit einer direkten Verbindung über Berlin-München könnte man über Bamberg auch weitere internationale Verbindungen legen.

– Wir setzen uns dafür ein, dass auch weiterhin von Coburg oder dessen Umgebung aus Geschäftsflüge möglich sind. Denn ein funktionsfähiger Verkehrsflugplatz ist für viele Unternehmen im Wirtschaftsraum, zu dem Coburg, Kronach, Lichtenfels, Ebern, Hildburghausen und Sonneberg zählen, unverzichtbar. Ferner setzen wir uns für eine Beschleunigung des Planfeststellungsverfahrens ein.

– Der Ausbau oder zumindest den Erhalt des Flughafens Hof-Plauen: Als Drehscheibe zwischen Ost- und West muss Oberfranken besser an die internationalen Flughäfen

-Schnelle Datenautobahnen gehören auch zur Infrastruktur eines Landes. Im ländlichen Raum sind diese Datennetze noch nicht überall ausgebaut. Wir fordern daher den flächendeckenden Ausbau vollwertiger Hochgeschwindigkeits-Internetanschlüsse sowohl für Unternehmen als auch Privatpersonen.
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